Netzwerk Familienpaten Bayern

Wir sind für Sie und ihre Familie da – in jeder Situation.

Wir stehen Familien zur Seite

Ende 2009 haben sich mit Unterstützung des Sozialministeriums vier etablierte bayerische Verbände zusammengeschlossen, um einen bayernweiten Aufbau von Familienpatenschaften nachhaltig und flächendeckend zu etablieren. Sie konnten dabei auf langjährige, menschliche und fachliche Erfahrungen im Kontext mit unterschiedlichen Formen der niederschwelligen Familienunterstützung zurückgreifen.
Seit 2017 führen der Deutsche Kinderschutzbund Landesverband Bayern e.V. und das Bildungswerk des Bayerischen Landesverband des KDFB e.V. das bewährte Konzept an über 50 Standorten in gemeinsamer Regie weiter.
Neun Standorte konnten 2016 bereits das 5-jährige Bestehen ihres Familienpateneinsatzes feiern. Aus dieser Arbeit und den Forschungsergebnissen der Evaluationen des Staatsinstituts für Familienforschung an der Universität Bamberg (ifb) wissen wir, wie wichtig es ist, Familien frühzeitig Hilfe an zu bieten, damit aus vorübergehenden Belastungssituationen keine tiefgreifenden Krisen entstehen und so Familienleben wieder gut gelingt.
Das Netzwerk Familienpaten Bayern ist zu einem festen Bestandteil der sozialen Landschaft in Bayern geworden und ein Vorbild in Sachen Familienpatenschaften weit über die bayrischen Grenzen hinaus. Von den Jugendämtern, die das Angebot fördern, wird das Projekt als Erweiterung des Hilfespektrums im präventiven Bereich sehr begrüßt.
Regional unterschiedlich haben die Standorte beim Einsatz der Familienpaten auch die Probleme der Flüchtlingsfamilien im Blick.

Ihr Ansprechpartner beim Landesverband Bayern ist Margot Czekal.

 

 

Familienpaten Bayern fungiert als präventives Unterstützungsangebot für Familien steht neben der fachlichen Hilfe auf einer Stufe und erfüllt eine wichtige Funktion in der Jugendhilfe.

Die ehrenamtlichen Familienpaten und Familienpatinnen werden von hauptamtlichen Fachkräften geschult und begleitet vor und während des Engagements in einer Familie.

 

Ziel ist es, Familien in Krisensituationen zu helfen. Egal aus welcher sozialen Struktur, welcher Herkunft oder welcher Familienformen diese stammen.

Konkret heißt das folgenden Faktoren oder Mechanismen entgegenzusteuern – kritische / belastende Faktoren für Familien:

  • Armut oder Arbeitslosigkeit
  • beengte Wohnverhältnisse
  • Beziehungsstress zwischen den Eltern, oder zwischen Eltern und Kindern
  • Anforderungen an Schule und Ausbildung der Kinder
  • Trennung oder Scheidung (der Eltern)
  • Herausforderungen an Alleinerziehende
  • Gesundheitsprobleme
  • Isolation der Familie
  • fehlende Hilfsmöglichkeiten im engeren oder weiteren Umfeld
  • Mobilitäts- und Flexibilitätsansprüche
  • Gesundheitsbereich (bewusste Ernährung, Bewegung)
  • gemeinsame Weiterentwicklung der Erziehungskompetenz
  • Schaffung einer Tagesstruktur (Freizeitgestaltung, Unterstützung bei schulischen Schwierigkeiten, Förderung von Gemeinschaftserlebnissen)
  • da sein und zuhören
  • Unterstützung bei Alltagsentscheidungen
  • Unterstützung beim Aufbau von nachbarschaftlichen oder verwandtschaftlichen Netzwerken
  • Lotsenfunktion zu anderen Fach- und Beratungsstellen (z.B. Schuldnerberatung, Erziehungsberatungsstellen)

 

Die Paten sollen den Familien folgendes näher bringen

  • Konfliktlösungsmöglichkeiten entwickeln und einüben
  • neue Lebensperspektiven entwickeln
  • in Überlastungssituationen Handlungsalternativen kennenlernen
  • das Annehmen von Zuwendungen und Entwickeln von Vertrauen verfestigen
  • lernen, Emotionen wahrzunehmen und konstruktiv zum Ausdruck zu bringen
  • Selbstvertrauen in sich stärken
  • Zutrauen in die eigenen Kinder gewinnen
  • Bereitschaft entwickeln, Hilfe anzunehmen
  • gegenseitige Wertschätzung und Respekt als Basis für ein konstruktives Miteinander erleben
  • Mut entwickeln, Problemfelder und Belastungen zu artikulieren
  • Grundlage der Familienpatenschaft ist §16 VIII und die UN-Konvention über die Rechte des Kindes
  • das Wohl der Kinder steht immer im Vordergrund
  • Prinzip der Freiwilligkeit aller Beteiligten
  • Qualifizierung der Familienpatinnen und Familienpaten
  • Erarbeitung passgenauer Unterstützung
  • Auftragsklärung zwischen Familie und Koordinatorin über Inhalt, Zeitraum und Umfang der Aktivitäten
  • Koordinatorin belgeitet den Erstkontakt zwischen Familie und Pate
  • Kontinuierliche Gespräche über den Verlauf und die Entwicklung der Patenschaft
  • Reflexion der Arbeit durch regelmäßige feste Teams, Fortbildungen und Supervision als Qualität sichernde Maßnahme

Dieses Projekt wird aus Mitteln des bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales gefördert. 

 

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